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15. Juni 2026

Zurück in die Wanderschuhe: Zwischen Geschichte und Natur in der „Halberstädter Schweiz“

Nachdem es im letzten Jahr zur Plessenburg ging und alle bereits sehnsüchtig darauf warteten hieß es nun endlich wieder: Vom Büro-Outift in den Wanderlook.


Drei Strecken standen zuvor zur Auswahl und so wurde sich für die Wanderung rund um die Klusberge und Spiegelsberge bei Halberstadt, auch “Halberstädter Schweiz” genannt, entschieden: Eine spannende Sandstein-Felsformation mit Klippen, Höhlen, schönen Aussichtspunkten, Möglichkeiten zum Verweilen sowie erholsamen Wegen durch den üppig sprießenden Wald. 


Die insgesamt 2,5-stündige Strecke führte uns bei bestem Wanderwetter vorbei an den Klusfelsen, den Fünfingerfelsen sowie einem Fliegerdenkmal aus dem ersten Weltkrieg. Dieses erinnerte an den Absturz eines so genannten Riesenflugzeugs mit einer Spannweite von 36. Metern.

Im weiteren Verlauf der Wanderung wurde die natürliche Landschaft durch Spuren der regionalen Geschichte ergänzt. Entlang der Route kamen wir an dem im Wald gelegenen Bunkersystem ‚Makrele 1‘ vorbei. Hier wurde ein ehemaliger Felsenkeller von Zwangsarbeitern zum Stollensystem ausgebaut, um es als bombensichere Produktionsanlage für die Rüstungsindustrie zu nutzen.

Die Dessauer Junkerswerke verlagerten die Fertigung von Tragflächen und Rumpfzellen verschiedener Junkers-Flugzeuge in den Stollen “Makrele 1” zwischen Mai 1944 bis April 1945. Die Verwendung des Decknamens folgte den Prinzipien des strengen Tarnsystems der NS-Rüstungsindustrie, bei dem zum Beispiel Fisch- und Amphibiennamen für bereits bestehende Stollensysteme genutzt wurden. Später wurde der Stollen als Lazarett und Notunterkunft genutzt bevor er von russischen Besatzern vollständig geschleift und teilweise gesprengt wurde.


Ihren Abschluss fand unsere Wanderung dann im Landschaftspark Spiegelberge, wo unsere 11 Mitarbeiter aus den Büros in Wernigerode und Magdeburg bei gemeinsamen Mittagessen, Frisbee-Spielen und Bagger fahren?, den Tag ausklingen ließen.