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Mittwoch, 26. August 2020

Ultraschalldurchflussmessungen ohne Beeinträchtigung der Trinkwasserhygiene

Austausch beschädigter invasiver Messsonden an hochanspruchsvollen Messstellen in der Fernwasserversorgung


Der Transport des Trinkwassers von weit entlegenen Wasserkraftwerken zu den Übergabestellen der Stadtwerke, die dabei geleistete Überwindung von Geländehöhenunterschieden bis hin zur Bereitstellung des Trinkwassers und Versorgung der Endkunden in einer Region, setzt ein weit verzweigtes Rohrleitungsnetz und extrem hohe Energiemengen in Form von Pumpleistungen voraus. Oft sind mehrere Pumpkraftwerke an der Bewerkstelligung dieser Aufgabe beteiligt, wodurch im Rohrleitungsnetz hohe Wasserdrücke entstehen können. Diese, meist vor Eintritt in Verteilerstationen, anstehenden hohen Drücke werden für den Transport des Wassers zwar benötigt, können am Ende einer Fernwassertrasse jedoch auch zu gewissen Problemen führen.

Eine aufgrund dieser hohen Drücke höchst anspruchsvolle Durchflussmessstelle eines ostdeutschen Fernwasserversorgers erforderte eine neue Messsystemlösung, da ein in der Vergangenheit an dieser Stelle installierter Wirbelmesser beim Betrieb unter Vollast den Wasserdruckbelastungen nicht mehr standhielt und beschädigt wurde. Die defekte Messsonde sollte durch ein berührungsfreies Messprinzip, eine festinstallierte Ultraschall-Clamp-on-Lösung, ersetzt werden. Der Kontakt des Messsystems mit dem unter hohem Druck stehenden Medium sollte unbedingt vermieden werden. Ein noch viel wichtigerer Grund ließ dem Kunden in seiner Entscheidung letztlich nicht mehr viel Spielraum, ausschließlich eine nicht in den Prozess eingreifende Durchflussmessung in Erwägung zu ziehen: Die Aufrechterhaltung der hygienischen Bedingungen des Trinkwassers.

Der Kunde hatte bereits positive Erfahrungen mit zwei portablen, nichtinvasiven Durchfluss­messern des Typs KATflow 200 gemacht. So fiel die Entscheidung nach Inspektion der sehr beengten Messstelle auf einen stationären Ultraschalldurchflussmesser des Typs KATflow 150 mit vielfältigen Ausgangsoptionen zur Einbindung in das Kundennetzwerk via Analogausgang und Profibus-Schnittstelle. Das zu installierende Messsystem sollte schnell und zuverlässig Messergebnisse liefern, da das Leitungsnetz in einem kritischen Bereich unter einer Schnellstraße verlief und im Fall einer Leckage Schäden an der Bausubstanz befürchtet wurden.

Die Inbetriebnahme des Messsystems war ebenso Bestandteil des Gesamtpakets und wurde von Katronic ausgeführt. Dank der mit dem Ultraschalldurchflussmesser ausgelieferten, sehr einfachen Montage der Sensorik, eine Clamp-on-Technik, war keine Prozessunterbrechung oder Umbau bzw. Öffnung der Rohrleitung notwendig. Turnusmäßige Reinigungsspülungen zum Entfernen von Ablagerungen an invasiver Messsensorik entfielen von nun an gänzlich. Die Anschaffungskosten des neuen Messsystems waren gegenüber vergleichbarer invasiver Messtechnik deutlich geringer, der Personal- und Logistikaufwand für die Inbetriebnahme um ein Vielfaches kleiner.

Das installierte Messsystem lieferte zuverlässige Daten ohne Unterbrechung an die Leitwarte, sodass im betroffenen Netzabschnitt eine durchgehende Überwachung und schnelles Eingreifen im Schadensfall gewährleistet war. Die Messgenauigkeit des Ultraschalldurchflussmessers wurde vom Kunden ausdrücklich gelobt und anhand von Vergleichsmessungen belegt, wonach Katronic auch für zukünftige Messaufgaben zu Rate gezogen wird.